Erlebnisse

Montag, 22. Januar 2007

Mein erstes Mal - Blog-Lesung in München

Samstag, 20.01.2007 - Blog-Lesung in München! Mit von der Partie: Rose, Roman Libbertz, Dr.Sno und das Duo Infernalé Nilzenburger und MC Winkel! Klar, das man da gerne die 160km von Nürnberg in die bayrische Landeshauptstadt auf sich nimmt, um dort bei Freibier und gepflegtem Wortwitz einen spassigen Abend zu verbringen.
Das mit dem Freibier hatte sich für mich allerdings recht schnell erledigt, denn die deutsche Bahn läßt ihren letzten unter 5 1/2 Stunden brauchenden BummelZug schon um 21.26 Uhr ab München gen Nürnberg schippern - und das ohne jegliche Sturm- komplikationen! Schön, dass man für die Verbindung extra eine neue ICE-Trasse gebaut hat! Bei der Benutzung bleibt die auch die nächsten 10 Jahre noch brandneu! Also musste meinereiner sich hinter das Steuer klemmen und die versammelte Meute nach München chauffieren! Watt soll´s!

Angekommen machten wir uns vom Stachus aus erstmal auf die Suche nach der Lokalität - dem Privée. Etwas versteckt, ohne Schild oder Namensschriftzug, aber dafür eindeutig gekennzeichnet durch einen im Eingangsbereich sitzenden Nils Bokelberg! Danke Nils!
Da wir aber rund 2 Stunden vor Einlass schon da waren, schlichen wir erst nochmal zurück in die Strassen rund um das Hofbräuhaus, um zünftig bayrisch zu Essen - und landeten im HardRock-Café! Preise überteuert, Bedienungen in viel zu kurzen Röcken (das hat man von Zwangsuniformierung bei Personen á la Laurel & Hardy), aber gute Musik! Anschließend noch ein Besuch in Münchens beliebtestem Kaffeehaus Dallmayr - Starbucks! Irgendwie wünschte ich mir, ich hätte lieber aus dem Brunnen auf dem Marienplatz getrunken! Kaffee Jahrgang 1823, mit einem Schuss "Plörré" (Frankreichs beliebtester Abflussreiniger) ergibt im großen und ganzen einen hervorragenden Insektenvernichter mit einer süßlichen Note im Abgang!

Schnell ab ins Privée und zumindest ein Schlückchen Freibier gesichert! Klappte auch auf Anhieb - dann fiel uns das Verfallsdatum ins Auge: 12.01.07! Hoffentlich nicht 1907! Aber gut...war ja umsonst und half den Nachgeschmack des Starbucksgesöffs einigermaßen zu neutralisieren!

Beginn der Lesung:
Nach einigen Begrüßungsworten legte sich Dr.Sno als erster die Papiere zurecht. Seine Geschichte war recht gut, sorgte für den ein oder anderen Lacher - leider nur etwas fix vorgetragen, so dass mein Ohr nicht ganz mithalten konnte.
Ebenso war auch der nächste Leser, Roman Libbertz, nicht wesentlich langsamer. Fand ich ziemlich schade, dass seine, wie ich fand, sehr gute Geschichte auf Grund von schwacher Betonung und zu schnellem Lesen etwas unterging.
Zurück ins Zuhörer-Leben brachte mich dann die Stimme vom Nilzenburger! Irgendwo merkte man ihm seine Routine im Umgang mit Mikro und Publikum schon an. Dementsprechend gefesselt war auch das Publikum von seinem Vortrag! Gelungene Vorstellung des Mutlitalentes!
Besonders eilig hatte es dann allerdings wieder die liebe Rose! Nicht nur, dass der Text vor Gedankensprüngen nur so strotzte, nein, auch ihre Zunge verknotete sich beim Vorlesen des eigenen Textes - vormals bei englischensprachigen Passagen! Nach den ersten 2 Minuten schaltete ich daher irgendwie ab! Sorry, Rose - Deine Texte sind beim eigenständigen Lesen wesentlich nachvollziehbarer! Tu Dir das nächste Mal einfach die Ruhe an!
Dann trat entspannt-wippenden Schrittes MC "Mäc" Winkel ans Mikro! Lockerflockig, mit dem ein oder anderen Seitenhieb losgelöst vom Skript, spulte er seine Vorstellung runter. Als fleißiger whudat-Leser kannte man zwar die Story schon, doch brachte die Art des Vortragens immer wieder einen Lacher mit sich!

Anschließend auf zu Runde 2 und 3:
Roman gewann mit seinem Vortrag, einer Passage aus seinem Buch (das kann nur Schweinkram sein), nicht nur den Preis für den "errötetsten Vorleser" des Abends, sondern auch noch den für die zahlreichsten "OOOHH´s" und "AAAHH´s", sowie die meisten Schenkeklopfer! Seine "Kopulationsbeschreibung" eines gewissen Thomas und seiner Bettgespielin Bianca lies nicht nur das Publikum prusten, sondern verschlug auch dem Vortragenden das eine oder andere Mal die Sprache! Ganz großes Kino! Verständlich, dass er wegen des obszönen Lesestoffes leider wieder durch den Text raste, wie René Weller nach dem Knastaufenthalt auf die nächste Frau! Dennoch - Daumen hoch für den gewagten Beitrag!
Nilzenburger erheiterte die Runde mit einem kleinen amüsanten Gedicht über Gothic-Liebhaber und deren "Eigenarten" und einer kurzen, sehr platischen Erzählung zum Thema "Respektlosigkeit der heutigen Jugend"! Irgendwie sprach er mir dabei aus der Seele!
Rose philosophierte daraufhin noch über das kölsche Nachtleben und diverse im Rhein gefundene Schnäpse, deren Genuss komatöse Zustände zur Folge haben sollte.
Den Abschluss bildete dann MC Winkel, wobei man in seinem Vortrag nicht nur die "Kinski-Drehung", sondern auch das "Verhalten geschlechtreifer Kieler im Falle einer date-technischen Fehlplanung" in Perfektion erlernen konnte!

Anschließend rockte DJ "Nilzenburger" noch das Haus - wie gewöhnlich auf sehr eigene musikalische Art und Weise, wie mir ein netter Mitarbeiter des Privée beim kleinen Plausch versicherte.

Leider mussten wir uns recht bald wieder auf den Heimweg machen und kamen dann gegen 01.30 Uhr wieder in Nürnberg an. Schön, dass 3 von 4 Leuten während der Fahrt ruhig und seelig schlafen konnten!
Aber was soll´s - für gute Freunde tut man ja fast alles...

Fazit: Gelungener Abend! Gute Leser und lustige Stories, kuschelige Location und gemischtes Publikum! zu empfehlen und gerne wieder! Danke an alle Beteiligten!

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Dabei sein ist alles...

Karte

17.07 Uhr - eine Email landet in meinem Posfach im Büro, Betreff "DFB-Pokal Nürnberg:Unterhaching". Klingt nach einer ungeheuer willkommenen Abwechslung in einer Spätschichtwoche. Also: kurz entschlossen geht es heute eher aus dem Büro nach Hause, schnell etwas wärmer anziehen, ist mächtig kalt draussen.
Wie verabredet stehe ich um 18.30 Uhr vor meiner Haustür und warte auf die nette, junge Dame, die mir diesen freien Abend beschert. Es ist wirklich kalt. Aber ich hätte ja auch in der Wohnung warten können. Ich wollte halt mal pünktlich sein.

19.07 Uhr - nachdem ich nochmal rauf in die Wohnung bin, eine Packung Tempos geholt, wieder vor die Haustür gegangen, erneut hoch in die Wohnung gegangen bin, um die gelben Säcke noch vor die Tür zu stellen, biegt sie im "kleinen giftgrünen" (ich meine ihr Auto - tsss) um die Strassenecke. Los geht´s Richtung Stadion. Ein kleiner Fußmarsch noch und - ab in die Schlange der Kurzentschlossenen, die ihre Karten auf den letzten Drücker an den Stadiontoren ergattern wollen. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass ich einige dieser Menschen heute morgen noch in der Fußgängerzone gesehen habe, auf der Jagd nach den noch dringend benötigten Weihnachtsgeschenken. Fühle ich mich angesprochen oder gar verbunden? Nein, ich hetze nicht - ich schlendere durch die Stadt und zermatere meine verbliebenen grauen Zellen suche wohlüberlegt nach den letzten Präsenten (Merker für mich: nur noch 4 Tage!!! *help*)
Zurück zum Geschehen: Karte ergattert, raus aus dieser Schlange, rein ins Stadiongelände und - rein in die nächste Schlange: 2 Glühwein bitte! Es ist doch immer wieder interessant, wie manch Stadionbesucher versucht, 5 Bierbecher, 1 Tüte Pommes und 3 Bratwürste im Brötchen gekonnt durch die Reihen zu den wartenden Kumpels zu balancieren, während er sich mit einer Hand den Geldbeutel in die Gesäßtasche steckt und mit der anderen dem Schiedsrichter den Mittelfinger zeigt! Irgendwie bin ich beeindruckt.

Kurz nach Anpfiff geht´s dann endlich in den Block. Nachdem wir uns durch eine Reihe bereits sitzender Deppen Zuschauer Glühweinbecher-balancierender-Weise zu unseren vermeintlichen Plätzen vorgekämpft haben, sind diese besetzt. "Tschuldigung, seid ihr sicher, dass Ihr auf den richtigen Plätzen sitzt?" frage ich höflich. Mit dem Gesichtsausdruck eines südostchinesischen Reisbauern, der von einem paraguayanischen Rinderzüchter gefragt wird, wie er denn das Wetter in Norden Dubais empfinde, kriege ich vom Befragten ein vielsagendes "öhöm" als antwort. Nee, is klar, bleib mal sitzen. Gehen lernst Du noch, wenn Du groß bist. Also entscheiden wir uns für zwei freie Plätze woanders. Sind ja genug da. Und wie nett die "Nachbarschaft" dort sein wird, sollten wir noch erfahren.

Zum Spielgeschehen gibt es eigentlich wenig zu sagen: Not gegen Elend tifft es nicht annähernd. Durchfall gegen Mittelohrentzündung kommt der Sache schon ziemlich nahe. Aber man ist ja zu zweit und kann sich unterhalten. Oder man wird "unterhalten". Eine Reihe vor uns sitzt der absolute Paradefan, ausgestattet mit Jacke, Mütze, Handschuhen aus dem Fanshop, sowie Fahne, Tröte und Hand-Klapper.
Wiederum eine Reihe weiter sitzt ein netter, älterer Herr, der in jeder passenden und unpassenden Gelegenheit aufspringt, abwechselnd Fan-Parolen oder Beleidigungen skandiert, um sich anschließend lautstark und unter Androhung von körperlicher Gewalt ("...lässt des jetza sein odda I hau Dir a Paar auf die Gosch´n...") über die Klappergeräusche des Paradefans hinter ihm zu beschweren. Ein paar Plätze rechts neben uns erlebt jemand schon sein eigenes Fußballspiel. Delirium war bei dem Spielverlauf möglicherweise gar keine so schlechte Idee.
In der Halbzeit dreht sich plötzlich der Paradefan zu uns um und nuschelt mir etwas entgegen "Is Halbzeit!" Ach nee, dachte, ist Hitzefrei! Aber so ist das natürlich eine andere Sache.

Zweite Halbzeit: Mein persönliches (an das Spiel gekoppelte) Highlight ist ein Bierbecher, der nach ausbleibendem Elfmeterpfiff an meinem Kopf vorbeisegelt. Meine beste Feundin erfreut sich unterdessen um so mehr an der Kontaktaufnahme des Paradefans ("Magst was trinken? Musst Dich nicht ärgern...") und der Frage der Begleitung des Delirium-Kollegen ("Magst den hier net heiraten?"). Menschen, Tiere, Sensationen! Ganz großes Kino - und noch größere Kälte! Aber da blieb uns nur eins übrig - Zähne zusammenbeißen.

kalt

Irgendwann hatten 90 Minuten Ihr Ende gefunden - Stand "0:0". Verlängerung! "Das wird für uns noch ne lange Nacht in Nürnberg" hauchte der Paradefan meiner Begleitung entgegen. Ihr Blick sprach Bände und erinnerte irgendwie an einen alten Bekannten.
Die Verlängerung bot in den knapp 30 Minuten alles, was man von einem Fußballspiel in der regulären Spielzeit erwartet: Kampf, Torchancen, Aufregung, gelbe Karten! Warum erst so spät?
Jedoch nütze es nix: Elfmeterschiessen! Heute gab es das volle Programm!

Elfmeterschiessen

Der Fußballgott meinte es gut mit den Clubberern: 2:1 im Elfmeterschiessen (vier gehaltene Elfmeter). Und siehe da, im Siegestaumel kam zusammen, was zusammen gehört. Nein, der Paradefan heiratete weder meine Begleitung (auch wenn diese dies schon fürchtete), noch den Delirium-Mann, sondern der leicht aggressionsgeladene Herr mit Klapperphobie eine Reihe weiter kam zu ihm hoch, entriss ihm seine Fahne, schwengte sie ausgiebig und nahm unseren Paradefan in den Arm. Da sag noch mal einer Männer könnten keine Gefühle zeigen! Es braucht nur den richtigen Anlass! Ergreifend!

Gekrönt wurde der Abend damit, dass meine liebe beste Freundin die Fahne dann auch nochmal in die Hand gedrückt bekam. Das ganze musste natürlich dokumentiert werden (inkl. den Paradefan -unterhalb der Fahne-). Wir möchten uns ja später nochmal daran erinnern.

Fahne

Und so neigte sich ein äußerlich kalter, aber im Herzen umso wärmer gebliebener Abend dem Ende zu. Danke an alle Beteiligten, es war schön mit Euch!

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Weihnachtsgeschenk!

Ich sehe es ja ein: es ist Weihnachtszeit, ein jeder freut sich auf seine Geschenke und möchte da natürlich auch am liebsten ordentlich viel abstauben. Das ganze auch noch am Besten möglichst wertvoll und kostspielig.
Aber wieso kriegen einige Ihren Hals nicht voll? Vater Staat zum Bleistift. Als wäre es nicht genug gewesen, dass er sich von meinem hart erarbeiteten Weihnachtsgeld rund 45% vom Bruttobetrag meines Lohnzettels "Monat Dezember" in seinen verfilzten, dreckigen Sack gesteckt hätte -nein- da geht noch mehr...
Als viel gefragter Mann Mensch muss man sich ab und an schonmal etwas beeilen, um von einem Date Termin zum nächsten zu kommen. Irgendwie scheinen dies aber die Nürnberger Prozilisten Polizisten irgendwie immer zu riechen: "Ey, Eckbert! Nimmst a moal die Blitzkist mit. I hab´ des G´fühl, der Makku hat´s g´rad aweng eilig!" So hat es mich mal wieder erwischt - in einer 3,58m langen Spielstrasse hier um die Ecke. Mit einem Affenzahn von sage und schreibe 20km/h (in Worten: zwanzig!!!) hat Kollege Eckbert mal wieder ein Foto von mir gemacht! Hallo? Was soll ich machen? Es liegt bei uns in der Familie! Meine Oma ist mit ihrem Rollator
rückwärts, auf einem Bein, mit Anhänger und ohne Blutdrucktabletten schneller als 20km/h!
Aber gut, geblitzt ist geblitzt! Nach einem kurzen Blick in das Online-Strafregister war ich auch wieder beruhigt: 15 Euronen sollte der Fauxpas nach der Info dort kosten! Ok, ist das Weihnachtsgeld zwar dann ganz futsch, aber shit happens.
Als ich dann aber den Bußgeldbescheid nun aus meinem Briefkasten zog und die Zeilen darin las, rotierte ich daraufhin mit eindeutig mehr als 20km/h durch meine Wohnung: 40 Euronen und 60 Cent! Das ließ sich auch nicht mit der Mehrwertsteuererhöhung erklären! What the hell?!?
Bei genauem Hinsehen lüftete sich das Geheimnis dann auf Seite 2:

  • Bußgeld: 15 €
  • Gebühr: 20 €
  • Auslagen: 5,60 €
  • Gesamtbetrag: 40,60 €

Na, hätte ich das gewußt, dann hätte ich mal probiert, was Makku tun muss, um das Bußgeld über die Summe aus Gebühren und Auslagen zu kriegen. Wenn, dann soll der Spass sich ja auch lohnen! Rückwärts, laut hupend, verkehrt rum durch die Einbahnstrasse mit 3,8 Promille und mindestens 83km/h, dabei den Allerwertesten durch das Dachfenster rausstreckend! "Hallo, Eckbert, altes Rumpelstilzchen! Rate mal, was Du mich kannst? Richtig - Meine Auslage gebührend vergüten...! Schönen Tag noch!"





Zur Information:

Hier geht´s zu den ersten Mützen-Bildern!

Freitag, 8. Dezember 2006

Meine Sicht der Dinge...

Es ist Dienstag, der Tag nach Montag, was ihn aber nicht sonderlich viel besser macht... Spätschicht ist mal wieder angesagt!
Dazu hab ich das Gefühl, dass heute die geballte Dummheit mehrmals auf meinem Telefon anruft, um im Stile eines deutschen Borat um Rat zu fragen. Das einzige, was mich gerade noch vor dem Kopfsprung aus dem Erdgeschoss bewahrt, ist die Aussicht auf einen gelungenen Abend!
Dank meiner immensen Arbeitsleistung und meiner schier unglaublichen Fähigkeiten mit Idioten Kollegen und Kunden umzugehen, bin ich befördert worden. Das Tolle daran: mehr Geld für ziemlich genau die gleiche Tätigkeit! Ich wußte, ich verkaufe mich unter Wert! Aber nun wird ja alles gut!
Zur Feier des Tages zog ich mit meinem alten Saufkumpan Freund und Kupferstecher SirParker los, um mich ordentlich abzudichten dem Ganzen einen gebührenden Rahmen zu verleihen. Auf zum Freudenpark, einer kleinen, rustikalen Bar hier in Nürnberg, die 1998 zur besten deutschen Bar gekührt und dessen Personal 2001 den FIZZZ-Award erhalten hat (bestes Barpersonal). Für die Besten halt nur das Beste!

21.oo Uhr: Startschuss! Das Büro wird fluchtartig verlassen und auf geht´s zu SirParker´s Wohnung. Kurzer Blick in den Spiegel: Jepp, "3-Wetter-Taft" läßt grüßen: alles sitzt!Bild046
Zu Fuss und mit je 3 Fläschchen Holsten ausgerüstet machten wir uns auf den Weg. Eigentlich hätte man die Strecke trotz mäßiger Druckbetankung gut in 30 Minuten schaffen können, aber SirParker irgendwer musste zwischendurch nochmal einen kleinen Zwischenstop einlegen.

Ich weiß nicht wer oder was ihn in diesem Etablissement zur abendlichen Stunde geritten hat, aber irgendwie wirkte Sir´s Vadder sein Sohn mächtig verklärt, ja gar verträumt. Er will unbedingt auf eine einsame Insel - inklusive was kühlem, blondem ...

Endlich am Freundenpark angekommen wird erstmal die Wegzehrung für die Rückreise kalt gestellt. Der kluge Mann baut bekanntlich vor.
Wir suchen wir uns eine gemütliche Sitzecke und bestaunen das reichhaltige Getränkeangebot. Sage und schreibe 96 Seiten umfasst das gebundene Büchlein der Karte. Aber, wie schon erwähnt: Den Besten eben nur das Beste!
Nach einigem Überlegen entscheide ich mich für einen Whiskey "Bowmore Mariner" Jahrgang 1989. Verdammt - so gut kann Whiskey sein! Kein Brennen, kein Kratzen - nur Genuss und Geschmack! Das Beste eben...
Stilecht noch eine Zigarre angezündet - man gönnt sich ja sonst nix! Was kostet die Welt...?!?

Bild056 So entspannt ließ es sich leicht plaudern - über Frauen, das Bloggerdasein, neue Ideen, Frauen, die Arbeit, Frauen, die Anschaffung einer Kamera, Frauen, Zukunftsplanung... Zukunftsplanung? Verdammt - werden wir alt? Neee, nur umsichtiger und reifer!


Da irgendwann jeder Abend sich mal gen Ende neigt, verließen wir leicht schwankend gegen 1 Uhr die Lokalität. Nicht aber, ohne unseren wohl temperierten Proviant wieder einzusammeln. Da diese Wanderdose aber nur mit flüssigen Nährstoffen gefüllt war, hieß es zunächst auf zum goldenen M. Kaum dort angekommen wurden wir unglaublich freundlich empfangen. Tja - "Ehre, wem Ehre gebührt" sage ich da nur. Sogar die Getränkeauswahl wurde für uns erweitert. Das Freundlichkeit irgendwann auch in nerviges Belästigen umschlagen kann, durften wir dann aber am eigenen Leibe erfahren. Plötzlich tauchte hinter uns Ronald McDonald´s kleine uneheliche Tochter auf - Marke "Steif" (mit Knopf im Ohr). Das Sie uns nicht noch den Mund abputzen wollte war wohl alles. Dem Nikolaus uns seinem Rentierschlitten sei Dank, dass sie sich irgendwann wieder hinter ihren McDrive-Schalter klemmen musste!P1010244

Gestärkt ging es nun auf einen langen, wie sich noch herausstellen sollte, seeehr langen Heimweg. In weihnachtlicher Vorfreude wandelnd und von Weihnachtsgeschenken schwärmend stockte uns dann jedoch plötzlich der Atem: Was war hier zu lesen! Allmächd! Dagegen erging es Veronica Ferres ja noch richtig gut erwischt! Merke: traue niemals einem Esel - auch als Christkind nicht!

Nachdem ich den Sir an seiner Haustür abgeliefert hatte, musste ich mich alleine auf den weiteren Weg machen. Alleine? Nein, ich hatte ja noch Proviant dabei! "Und gehst des Nachts allein nach Haus, holst´en Holsten raus!" Prost! Vielleicht war dies aber auch ein kleiner Fehler. Alkohol regt wohl die Verdauung an. Und verdammt, nach gut weiteren 500m arbeitete meine Verdauung anscheinend auf Hochtouren. Kackreiz! Mir schien es, als drückte der gesammte Inhalt des Sees hinter dem Assuan-Staudamms von innen gegen meine Schließmuskeln. Hossa! Da hieß es dann aber ne "Düsseldorfer Rosette" machen (zusammenkneifen -> "Kölner" kommen nicht rein) und ab dafür Richtung heimatlichem Hochsitz. Lieber Nikolaus, was hätte ich für ein Taxi gegeben - oder für eine Toilette? Leider haben beide Dinge des Nachts in Nürnberg etwas gemeinsam: wenn man es braucht, ist keins davon da oder es ist schon besetzt!
Mit schnellen Schritten und einem Schließmuskelkrampf bog ich endlich in die vertraute Strasse ein - und direkt vor meiner Wohnung parkte ein Taxi! Drauf gesch... Ohnee, lieber nicht, sondern die letzten Treppen hoch zur Wohnung genommen und... welch ein Absch(l)uss für einen gelungenen Abend! Unbeschreiblich!

Somit mein Fazit: definitiv wiederholungswürdig (inkl. Beförderung versteht sich!). Aber das ist nur meine Sicht der Dinge. Seine Sicht der Dinge kann ja auch anders aussehen...

Dienstag, 5. Dezember 2006

Alle Jahre wieder...

Und es begab sich aber zu der Zeit, dass es wieder Dezember wurde und Weihnachtsmärkte ihre Buden öffneten, um Waren aus vielen Landen feil zu bieten. Un da machte auf auch der Laden, der rote Weihnachtsmannmützen verkaufte und siehe die, die sie kauften, waren Idioten...!
Das ist eine Weihacntsgeschichte, wie sie sich jedes Jahr zu wiederholen scheint. Kaum ist es Dezember, die Weihnachtsmärkte sind eröffnet, der Glühwein fließt die trockenen Kehlen hinunter, kann man sie wieder sehen...
Nein, hier in Nürnberg sind nicht die vielen kleinen Japaner mit ihren riesigen Weitwinkelobjektiven gemeint, die selbst vom weihnachtlich Dekor des McDonalds-Toilettenpapiers ein Foto schießen müssen (keine Ahnung, ob McDonalds das Papier dekoriert - aber das würde das Falten erklären).
Nein, ich meine diese Gruppen von (meist) Kerlen, Anfang 20 bis Mitte 40, mit diesen Mini-Weihnachtsmannmützen. Ich kann es ja nachvollziehen, wenn aus einer Glühweinlaune heraus der eine oder andere sich dieses "Plüschkondom" (es schützt bestimmt so gut vor Schwangerschaft, wie eine Feinrippunterhose) über die Rübe zieht, um etwas rumzualbern. Aber so voll kann man um 11.30 Uhr am Samstag Morgen doch noch garnicht sein. Und dann laufen Dir diese Heinzelmännchen auch immer gleich in Gruppen à 5-10 Deppen über den Weg...
Ganz zu schweigen von den genetisch veränderten Mützen, die es mittlerweile zu kaufen gibt: Da blinkt der Bommel, da bimmelt eine Schar Glöckchen, da erklingt beim Dran-ziehen "Oh, Du Fröhliche" oder ein metalisch schepperndes dumpfes Lachen "Ho-Ho-Ho"...
Also ich mag den Weihnachtsmann! Allein schon deshalb, weil er mir seit frühester Kindheit immer was in die Schuhe stopfte, obwohl diese nur sehr halbherzig geputzt waren. Und da tut es mir im Herzen weh, wenn man diesen netten Kerl mit Bauchansatz und Rauschebart so verunglimpft!
Wenn schon Zipfelmütze, dann was anderes ausgefallenes, stylisches...aber das demonstriere ich evtl. Morgen!

Beware of "da Mützenmann" - jo!


Dienstag, 28. November 2006

...dreckig, wie ein Präriehund...

bild026

...aufbauend auf den Erlebnissen von SirParker bevor er ins Bettchen geschickt wurde ...

Abschiedsfeier? Im Prinzip schon ein Widerspruch in sich - man bedauert, dass jemand geht, und doch feiert man das. Dagegen ist Leichenschmaus ja noch harmlos - wobei, auch ne Art von Abschiedsfeier... Jedenfalls stellte sich die Location des vergangene Freitags und der "Schön, dass Du da warst"-Party als genauso widersprüchlich heraus - teils sehr lustig, teils chaotisch!

22.45 Uhr
Gerade von der Spätschicht aus dem Büro gekommen. Das Handy klingelt, während ich noch mit Rasierschaum im Gesicht im Bad stehe. Dran ist SirParker, der schon vor der CoyoteBar steht und sich wundert, dass noch niemand da ist. Ich vertröste ihn, dass ich und meine Begleitung auch gleich erscheinen werden und schicke ihn schonmal in das Kellergewölbe der Bar.

23.00 Uhr
Der Makku trifft in der CoyoteBar ein - bisher hat man, trotz Schwaden aus penetrantem Billig-NuttendieselMännerparfum, noch etwas Platz zum atmen. Unsere kleine Partygesellschaft ist auch schon vor Ort und scharrt sich um ihre Getränke (Pils der Marke Fürstenberg? - klingt wie Sekt für "Kölner Jungs" - schmeckt auch so - lauhwarm!).

23.15 Uhr
Die Show beginnt: Fünf Ladys steigen auf den Tresen und lassen die wenig bedeckten Hüften kreisen. bild004Unterstützt werden sie von zwei Herren der Schöpfung (wieso muss ich an das Bier denken?), die auf der Theke eine Mischung aus Kopulationsgebaren und japanischem Fecher-Nahkampf-ohne-Fecher präsentieren. Respekt zumindest für den Choreographen, denn der Nahkampfakt passt scheinbar auf jedes an diesem Abend gespielte Lied.

23.30 Uhr
Die Party ist in vollem Gange - das Kellergewölbe füllt sich. Zu meinem Bedauern allerdings mit Typen, die normalerweise auch in einen Keller gehören! Irgendwie glauben die heute es sie die Nacht der "einsamen und häßlichen Herzen". Bei einigen Kerlen wartet man förmlich nur darauf, dass sie ihr Hemd aufreißen und ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Dumm f*ckt gut!" präsentieren.

23.51 Uhr
Ich nuckel gerade etwas an meinem Heineken (aus Fehlern sollte man lernen), als mir jemand an den Hintern langt. Es war ein Grapschen und Kneifen, dass jegliches Versehen ausschließt. Meine Begleitung steht mir gegenüber, lächelt mich mit Ihrem umwerfenden Charme an - aber beide Hände um die Colaflasche geschlungen. Nein, das war wer anderes... Ich drehe mich um - bitte kein Fechertänzer oder "Dumm f*ckt gut-Kollegen"! Verdammtes Fürstenberg! Vielleicht ist es besser so, dass sich kein Urheber der Grapschattacke ausmachen läßt. Manche Dinge will ich lieber nicht wissen!

00.05 Uhr
Jetzt wird es heiß! Ein blonder Engel Coyote-Girl wirbelt zu Bon Jovi´s "It´s my life" mit Fackeln um sich. bild015Sieht gut aus. Zumindest für die ersten 1 Minute 26 Sekunden. Dann rächt sich der verschüttete Alkohol auf der Theke. Im Stile des großen Ronaldinho haut es sie in Fallrückziehermanier auf den in enge Jeans gepressten Hintern. Armes Mädchen! Meine Sorge: Hoffentlich hat sie sich nicht am Brennspiritus in Ihrem Mund verschluckt, sonst ist Schluss mit Zigarettenrauchen heute! Aber sieht gut aus. Bevor ich gentlemanlike zu Hilfe eilen kann, rappelt sie sich auf und spukt ne Runde Feuer. Auch eine Art, den Schmerz auszudrücken. Sieht aber gekonnt aus. Show must go on...

00.23 Uhr
bild032Nächste Showeinlage: nachdem die tanzenden Damen auf dem Tresen sich die Herren zur Druckbetankung an die Theke holen, bei denen sich bereits der Blutgehalt im Alkohol messen läßt, wird einer jener Checker sogar auf die Bar geholt. Erst fliegt das Hemd, dann das Shirt, dann das Eis in die Hose. Dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen weiß er gerade selber nicht mehr genau, ob er Männlein oder Weiblein ist - und ich dachte, Schrumpfschlauch hat was mit Erwärmen zu tun...

00.30 Uhr
Unsere Partyrunde amüsiert sich. Über Leute, die komisch tanzen, über Kerle, die sich von den Coyoten Erdbeerlimes über den nagelneuen, schneeweißen D&G-Pulli kippen lassen, über sich selbst. Gute Stimmung, mir gefällt es. Einzig die Angst bleibt, dass "der Grapscher" wieder zupacken könnte. Mein Motto: Popöchen vorsichtig an der Wand entlang schieben!

00.54 Uhr
Ich brauche frische Luft! Zu warm, zu verschwitzt, zuviel Testosteron! Also raus aus dem Keller und die Nase kurz in die frische Nachtluft gehalten. In der Zeit verpasse ich aber den "Abflug des Noch-Jungesellen" (nachzulesen bei SirParker). Schade! Aber gut - ich sollte noch einen weiteren miterleben.

01.45 Uhr
SirParker muss ins Bett! bild019Kaum hat er den Ort des Geschehens verlassen, stolpern drei Gestalten in den Raum, die mir mächtig bekannt vorkommen: Arbeitskollegen! Da sie zuvor Weihnachtsfeier hatten (Anm. d. Red.: während ich in der Spätschicht noch im Büro versauerte!!!), ist der Alkoholpegel immens hoch. Als die drei mir abwechselnd vom Arbeitsbesäufnis erzählen, fühl ich mich wie Ed von Schleck - ständig hab ich ne Zunge im Ohr! Warum müssen Besoffene beim Erzählen so nah rankommen und Dir quasi ins Ohr kriechen?

02.15 Uhr
bild034Langsam machen sich erste Ermüdungserscheinungen in unserer Runde breit. Die drei "Kollegen vom Dienst" bewegen sich zu ihrer eigenen Musik im Takt, wohl darauf bedacht, nicht ihr gutes Fürstenberg oder die Barcadi-Cola zu verschütten. Es ist doch schön mit anzusehen, dass wir im Büro doch alle nur Säufer Menschen sind...

02.35 Uhr
Rückzug ist angesagt! Die letzten Abscheidspartygäste zieht es gen Bett - getrennt zum größten Teil (ist auch besser so!).
Ich entschließe mich, meinem lieben Arbeitskollegen noch seinen angefangenen Barcadi-Cola an die Bar zu bringen, bevor er auf dem Tisch hinter mir verdunstet. Auf dem Tresen tanzen mal wieder die netten Coyote-Ladys. So bemerken die Drei mich quasi garnicht, sondern versuchen der kleinen Asiatin vor ihnen unter den Rock zu schauen. Ich drehe mich um und will gerade gehen, da kracht es hinter mir gewaltig. Im Augenwinkel sehe ich noch, wie sich das Knäuel aus den drei Kollegen von den Barhockern langsam ziemlich fix in Richtung Fußboden bewegt.
Tja, verdammte Gravitation. Bevor ich ihnen allerdings wieder aufhelfen kann, ist schon ein netter Herr mit Stiernacken und modischem Kurzhaarschnitt zur Stelle. Sehr freundlicher Herr, denn erst hilft er den Dreien wieder auf die Beine, dann begleitet er sie freundlich zur Tür! Das nenn ich mal Service!

Für mich war es nu auch Zeit zu gehen... besser ist das, aber alles in allem ein schicker Abend, trotz Abschied!
bild010

Montag, 20. November 2006

...abgelaufen!

Freitag Nachmittag, die Freundin trifft gegen 19 Uhr abends ein - Planungsgrundlage also für alle weiteren Vorhaben.
Der Blick ins weite Rund alle Ecken der Wohnung läßt mich im Großen und Ganzen zufrieden sein: Die Ordnung ist ok! Keine großen Makel oder Berge von Müll oder gebrauchter Unterwäsche, die entsorgt oder gewaschen werden müssten. Einmal mit dem Staubsauger über den Teppich, um die letzten Krümel zu beseitigen, dann ist es annähernd perfekt! Irgendwo bin ich fast etwas stolz auf mich, dass ich mich so entwickelt habe. Wenn ich da an die Tage/Jahre in meinem Kinder- und Jugendzimmer denke...
Das Schlafzimmer sieht auch ok aus - gut, gewisse Schranktüren sollte man lieber vorsichtig aufmachen, aber insgesammt ist der Eindruck durchaus positiv.
Ein Blick ins Bad: auch hier keine groben Schnitzer. Handtücher gewaschen, Toilette geputzt, Leere Duschgel-Tuben entsorgt. Manchmal lohnt sich Putzen doch...
Also nun noch ein kurzer Checkup im Kühlschrank zwecks Bestandsermittlung. Sieht auch recht passabel aus. Gut, war ja wohlwissend des zu erwartenden Besuches vor zwei Tagen erst einkaufen. Ebenfalls hierfür den Daumen hoch.
Letzte Kontrolle gilt dem Vorratsschrank für nicht zu kühlende Lebensmittel oder Konserven etc.
Nach erstem Eindruck scheint alles in Ordnung.
Hm, dann sticht mir eine Saté-Sauce ins Auge, die letzte Woche abgelaufen ist. Ok, passiert. Alleine kocht man auch äußerst selten - zumal wenn Spätschicht auf dem Plan steht.
Und eine Woche ist dann ja wohl nix...
Bei der vorsichtshalber vorgenommenen Kontrolle fällt mir sonst auch nix weiter auf - doch was steht da in der hintersten Ecke? Ah - Instant-Kaffee aus der Dose, Süßstoff...
Ähem Süßstoff?
Moment, das kann doch nur ein Druckfehler sein. Solange wohne ich doch garnicht hier - in einer Woche werden es genau 2 Jahre! Nee, wie geht das denn? Ist das evtl. aus Paderborner-Siemens-Zeiten übriggeblieben?
Möglicherweise... Aber wie schlecht kann denn Süßstoff werden? Zumal in der unangebrochenen Originalverpackung...? Naja, wenn das Datum da stimmt...?!? Wer weiß... Süßstoffsalmonellen sollen ja schon den einen oder anderen Mord begangen haben... Für eine chemische Untersuchung fehlt mir die Ausrüstung... Tödlicher als Kugelfisch kann es nicht sein - hoffe ich...
Aber besser ist: Mülltüte auf, Süßstoff rein! Man weiß ja nie - bei einer Packung Süßstoff mit dem Ablaufdatum von 07.2004...

Dienstag, 14. November 2006

Uhu klebt nicht überall...

Das Uhu nicht gleich Uhu ist und automatisch da kleben bleibt, wo man es/ihn hinpackt, hab ich aus eigener Erfahrung gelernt.

Eines schönen Morgens im Frühsommer fiel meiner lieben Frau Mutter am Frühstückstisch ein großer, grauer "Fleck" auf dem Kirchendach nebenan auf.
Um eines klar zu stellen: Nein, meine Mama ist nicht neugierig! Nur scheint bei Hausfrauen, gerade bei meiner Frau Mutter, in puncto Flecken ein automatischer Sensor eingebaut zu sein... Sowas wird sofort entdeckt!
Abgesehen davon gehörte das Kirchendach ins Hoheitsgebiet meines Dad´s - der ist nämlich Pfarrer!
Nun gut, bei näherem Hinsehen entpuppte sich der Fleck nicht als Fleck als solches, sondern als kleines, graues, zart gefiedertes Waldkautz-Küken, welches wohl aus dem Nest im Kirchturm "geflogen" sein musste.
Bis hierhin eigentlich kein Problem - wenn der kleine Uhu an der Stelle kleben geblieben wäre. Aber nein, bei jeder Bewegung rutschte der Kleine langsam aber sicher näher an die Dachkante heran. Und so kam es, wie es kommen musste - nächster Halt: Erdboden! - Plumps!
So saß das kleine Vieh da unten - vermutlich mit einem ziemlichen Brummschädel (erst 20 Meter freier Fall vorm Turm auf´s Dach, dann 3 Meter vom Dach auf den Boden).
Kann ein Kautz Suizidgedanken entwickeln? Das würde alles erklären...
Wäre soweit eigentlich auch noch ok gewesen, wenn meine Frau Mutter, die Tierliebe in Person, nicht Schlimmes befürchtete: "Wenn da Katzen kommen, oder die Elster, ein Mader, der sibirische Steppentiger, Uhu-Hasser mit Lösungsmitteln...!"
Aber selbst das Vieh anfassen - niemals! Ein Captain macht sich nicht selbst die Hände schmutzig! Somit musste Sohnemann Makku ran.

Ein paar Dinge lernte ich schnell:
uhu21. wenn das Gefieder auch flauschig weich aussieht, die Krallen sind es nicht!
2. Mach´s mit - Handschuhe können Finger retten!
3. Klebstoffschnüffeln ist bei Uhu´s ebenso verbreitet, wie Doperauchen (bei den roten Augen!)

Also schmiss setzte ich die verdammt gefährliche Krallenbestie das kleine Vögelchen auf das nächstgelegene Dach.
Vögelchen gerettet - nun galt es, meine Hände mit den tiefen Fleischwunden kleinen Kratzern zu desinfizieren. Ich lobe mir sämtliche neuartigen Desinfektionsmittel ohne Alkohol etc.
Ich weiß nicht, was meine Ma damals angewandt hat, aber ich vermute, es war 80%iger Strohrum. Hätte mir das Vieh doch lieber die Hände abgehackt, als dieses Brennen ertragen zu müssen...! Das hat man davon, wenn man helfen will!
Nach nem halben Tag ließ sich dann auch Mama- (oder Papa-) Uhu mal blicken und versorgte den bis dahin laut krächzenden Geier mit Futter!
Was aus ihm geworden ist, weiß ich bis heute nicht...
Vielleicht kifft er noch immer fröhlich im Glockenturm...

uhu

Montag, 13. November 2006

Bloggers on Box-Night

Welch grandiose Idee!
Zum Schwergewichts-Weltmeisterschaft-Kampf zwischen Vitali Klitschko und Calvin Brock einen Doppel-Blog-Eintrag zu verfassen - rund um den Kampf: Ringgeschehen, Schlagabtausch, Empfindungen, Einschätzungen, Punktevergabe, Biertemperatur, Nacho-Qualität und und und...
So verabredeten sich SirParker und meine Wenigkeit um 4 Uhr morgens in SirParkers Multimedia-Home-Cinema-Center Wohnzimmer zur Bloggers-on-Boxing-Night! Für eine gute Grundausstattung war gesorgt: gekühltes Holsten, feurige Nachos + scharfem Dip, Zigaretten und Playboy- Männerlektüre für die Rundenpausen! Perfekt!
Voller Spannung erwarteten wir den Beginn der Schlacht, des Kampfes im Madison Square Garden!
Doch was dann passierte... seht selbst:


Makku

...ich bin´s nur...

Lieber mal...


...ne ruhige Kugel schieben...

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