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Dienstag, 28. November 2006

...dreckig, wie ein Präriehund...

bild026

...aufbauend auf den Erlebnissen von SirParker bevor er ins Bettchen geschickt wurde ...

Abschiedsfeier? Im Prinzip schon ein Widerspruch in sich - man bedauert, dass jemand geht, und doch feiert man das. Dagegen ist Leichenschmaus ja noch harmlos - wobei, auch ne Art von Abschiedsfeier... Jedenfalls stellte sich die Location des vergangene Freitags und der "Schön, dass Du da warst"-Party als genauso widersprüchlich heraus - teils sehr lustig, teils chaotisch!

22.45 Uhr
Gerade von der Spätschicht aus dem Büro gekommen. Das Handy klingelt, während ich noch mit Rasierschaum im Gesicht im Bad stehe. Dran ist SirParker, der schon vor der CoyoteBar steht und sich wundert, dass noch niemand da ist. Ich vertröste ihn, dass ich und meine Begleitung auch gleich erscheinen werden und schicke ihn schonmal in das Kellergewölbe der Bar.

23.00 Uhr
Der Makku trifft in der CoyoteBar ein - bisher hat man, trotz Schwaden aus penetrantem Billig-NuttendieselMännerparfum, noch etwas Platz zum atmen. Unsere kleine Partygesellschaft ist auch schon vor Ort und scharrt sich um ihre Getränke (Pils der Marke Fürstenberg? - klingt wie Sekt für "Kölner Jungs" - schmeckt auch so - lauhwarm!).

23.15 Uhr
Die Show beginnt: Fünf Ladys steigen auf den Tresen und lassen die wenig bedeckten Hüften kreisen. bild004Unterstützt werden sie von zwei Herren der Schöpfung (wieso muss ich an das Bier denken?), die auf der Theke eine Mischung aus Kopulationsgebaren und japanischem Fecher-Nahkampf-ohne-Fecher präsentieren. Respekt zumindest für den Choreographen, denn der Nahkampfakt passt scheinbar auf jedes an diesem Abend gespielte Lied.

23.30 Uhr
Die Party ist in vollem Gange - das Kellergewölbe füllt sich. Zu meinem Bedauern allerdings mit Typen, die normalerweise auch in einen Keller gehören! Irgendwie glauben die heute es sie die Nacht der "einsamen und häßlichen Herzen". Bei einigen Kerlen wartet man förmlich nur darauf, dass sie ihr Hemd aufreißen und ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Dumm f*ckt gut!" präsentieren.

23.51 Uhr
Ich nuckel gerade etwas an meinem Heineken (aus Fehlern sollte man lernen), als mir jemand an den Hintern langt. Es war ein Grapschen und Kneifen, dass jegliches Versehen ausschließt. Meine Begleitung steht mir gegenüber, lächelt mich mit Ihrem umwerfenden Charme an - aber beide Hände um die Colaflasche geschlungen. Nein, das war wer anderes... Ich drehe mich um - bitte kein Fechertänzer oder "Dumm f*ckt gut-Kollegen"! Verdammtes Fürstenberg! Vielleicht ist es besser so, dass sich kein Urheber der Grapschattacke ausmachen läßt. Manche Dinge will ich lieber nicht wissen!

00.05 Uhr
Jetzt wird es heiß! Ein blonder Engel Coyote-Girl wirbelt zu Bon Jovi´s "It´s my life" mit Fackeln um sich. bild015Sieht gut aus. Zumindest für die ersten 1 Minute 26 Sekunden. Dann rächt sich der verschüttete Alkohol auf der Theke. Im Stile des großen Ronaldinho haut es sie in Fallrückziehermanier auf den in enge Jeans gepressten Hintern. Armes Mädchen! Meine Sorge: Hoffentlich hat sie sich nicht am Brennspiritus in Ihrem Mund verschluckt, sonst ist Schluss mit Zigarettenrauchen heute! Aber sieht gut aus. Bevor ich gentlemanlike zu Hilfe eilen kann, rappelt sie sich auf und spukt ne Runde Feuer. Auch eine Art, den Schmerz auszudrücken. Sieht aber gekonnt aus. Show must go on...

00.23 Uhr
bild032Nächste Showeinlage: nachdem die tanzenden Damen auf dem Tresen sich die Herren zur Druckbetankung an die Theke holen, bei denen sich bereits der Blutgehalt im Alkohol messen läßt, wird einer jener Checker sogar auf die Bar geholt. Erst fliegt das Hemd, dann das Shirt, dann das Eis in die Hose. Dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen weiß er gerade selber nicht mehr genau, ob er Männlein oder Weiblein ist - und ich dachte, Schrumpfschlauch hat was mit Erwärmen zu tun...

00.30 Uhr
Unsere Partyrunde amüsiert sich. Über Leute, die komisch tanzen, über Kerle, die sich von den Coyoten Erdbeerlimes über den nagelneuen, schneeweißen D&G-Pulli kippen lassen, über sich selbst. Gute Stimmung, mir gefällt es. Einzig die Angst bleibt, dass "der Grapscher" wieder zupacken könnte. Mein Motto: Popöchen vorsichtig an der Wand entlang schieben!

00.54 Uhr
Ich brauche frische Luft! Zu warm, zu verschwitzt, zuviel Testosteron! Also raus aus dem Keller und die Nase kurz in die frische Nachtluft gehalten. In der Zeit verpasse ich aber den "Abflug des Noch-Jungesellen" (nachzulesen bei SirParker). Schade! Aber gut - ich sollte noch einen weiteren miterleben.

01.45 Uhr
SirParker muss ins Bett! bild019Kaum hat er den Ort des Geschehens verlassen, stolpern drei Gestalten in den Raum, die mir mächtig bekannt vorkommen: Arbeitskollegen! Da sie zuvor Weihnachtsfeier hatten (Anm. d. Red.: während ich in der Spätschicht noch im Büro versauerte!!!), ist der Alkoholpegel immens hoch. Als die drei mir abwechselnd vom Arbeitsbesäufnis erzählen, fühl ich mich wie Ed von Schleck - ständig hab ich ne Zunge im Ohr! Warum müssen Besoffene beim Erzählen so nah rankommen und Dir quasi ins Ohr kriechen?

02.15 Uhr
bild034Langsam machen sich erste Ermüdungserscheinungen in unserer Runde breit. Die drei "Kollegen vom Dienst" bewegen sich zu ihrer eigenen Musik im Takt, wohl darauf bedacht, nicht ihr gutes Fürstenberg oder die Barcadi-Cola zu verschütten. Es ist doch schön mit anzusehen, dass wir im Büro doch alle nur Säufer Menschen sind...

02.35 Uhr
Rückzug ist angesagt! Die letzten Abscheidspartygäste zieht es gen Bett - getrennt zum größten Teil (ist auch besser so!).
Ich entschließe mich, meinem lieben Arbeitskollegen noch seinen angefangenen Barcadi-Cola an die Bar zu bringen, bevor er auf dem Tisch hinter mir verdunstet. Auf dem Tresen tanzen mal wieder die netten Coyote-Ladys. So bemerken die Drei mich quasi garnicht, sondern versuchen der kleinen Asiatin vor ihnen unter den Rock zu schauen. Ich drehe mich um und will gerade gehen, da kracht es hinter mir gewaltig. Im Augenwinkel sehe ich noch, wie sich das Knäuel aus den drei Kollegen von den Barhockern langsam ziemlich fix in Richtung Fußboden bewegt.
Tja, verdammte Gravitation. Bevor ich ihnen allerdings wieder aufhelfen kann, ist schon ein netter Herr mit Stiernacken und modischem Kurzhaarschnitt zur Stelle. Sehr freundlicher Herr, denn erst hilft er den Dreien wieder auf die Beine, dann begleitet er sie freundlich zur Tür! Das nenn ich mal Service!

Für mich war es nu auch Zeit zu gehen... besser ist das, aber alles in allem ein schicker Abend, trotz Abschied!
bild010

Makku

...ich bin´s nur...

Lieber mal...


...ne ruhige Kugel schieben...

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Zuletzt aktualisiert: 26. Jan, 10:01