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Tach zusammen!
Für alles, die es bisher nicht mitbekommen haben ein kleiner Hinweis:
Neues vom Makku gibt es ab sofort unter

Viel Spass!
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Viel Spass!
Ich finde es toll, wie sich Wände aus Schnee eine 25cm dicke Schneeschicht innerhalb von nur einer Nacht in eine 1cm tiefe Pfütze verwandeln! Endlich auf dem Weg zur Arbeit wieder keine nassen Hosenbeine ggfs. Socken, kein Schneematsch im Treppenhaus, keine überfahrenen Hund und Katzen, weil man sie nicht gesehen hat (die kleben selbst bei Schnee ganz widerlich an den Reifen *eklig*), kein Stolpern über versteckte Bordsteine! Ich wollte keinen Schnee, in der Stadt kann ich keinen gebrauchen! Skifahren, Snowboarden, im Wald spazieren gehen - alles nicht sonderlich schön ohne die weiße Flockenpracht. Aber im Alltag - Nein Danke! Wer mir jetzt meine romantische Ader absprechen möchte, kann mich gerne nach einer durchschneiten Nacht morgens um halb sechs auf dem Weg zur Arbeit begleiten! Ich buddel ihn auch gerne auf dem Rückweg wieder aus, nachdem er dem 3. Bordstein Tribut gezollt und in das 4. Straßenbahngleis gebissen hat!
Ich habe zwar den Bummel durch den frischen Schnee auch genossen. Schließlich hat es mal was und gehört auch zu einem richtigen Winter dazu! Es ist schon schön, gemeinsam unter schneebedeckten Wipfeln zu wandeln und sich auf die heiße Dusche und nen heißen Tee zu freuen. Aber dann bitte auch an einem freien Tag! Nicht auf den alltäglichen, vormals geschäftlichen Wegen! Leider Gottes haben wir auch zuviele Deppen auf dieser Welt, die das Autofahren bei glatter Fahrbahn noch nicht so ernst nehmen und somit andere Gefährden - zu genüge in der letzten Woche erlebt!
Insofern bedauere ich, dass der Schnee zu Weihnachten nicht da war und bin froh, dass er sich nun erstmal wieder verabschiedet hat.
Samstag, 20.01.2007 - Blog-Lesung in München! Mit von der Partie: Rose, Roman Libbertz, Dr.Sno und das Duo Infernalé Nilzenburger und MC Winkel! Klar, das man da gerne die 160km von Nürnberg in die bayrische Landeshauptstadt auf sich nimmt, um dort bei Freibier und gepflegtem Wortwitz einen spassigen Abend zu verbringen.
Das mit dem Freibier hatte sich für mich allerdings recht schnell erledigt, denn die deutsche Bahn läßt ihren letzten unter 5 1/2 Stunden brauchenden BummelZug schon um 21.26 Uhr ab München gen Nürnberg schippern - und das ohne jegliche Sturm- komplikationen! Schön, dass man für die Verbindung extra eine neue ICE-Trasse gebaut hat! Bei der Benutzung bleibt die auch die nächsten 10 Jahre noch brandneu! Also musste meinereiner sich hinter das Steuer klemmen und die versammelte Meute nach München chauffieren! Watt soll´s!
Angekommen machten wir uns vom Stachus aus erstmal auf die Suche nach der Lokalität - dem Privée. Etwas versteckt, ohne Schild oder Namensschriftzug, aber dafür eindeutig gekennzeichnet durch einen im Eingangsbereich sitzenden Nils Bokelberg! Danke Nils!
Da wir aber rund 2 Stunden vor Einlass schon da waren, schlichen wir erst nochmal zurück in die Strassen rund um das Hofbräuhaus, um zünftig bayrisch zu Essen - und landeten im HardRock-Café! Preise überteuert, Bedienungen in viel zu kurzen Röcken (das hat man von Zwangsuniformierung bei Personen á la Laurel & Hardy), aber gute Musik! Anschließend noch ein Besuch in Münchens beliebtestem Kaffeehaus Dallmayr - Starbucks! Irgendwie wünschte ich mir, ich hätte lieber aus dem Brunnen auf dem Marienplatz getrunken! Kaffee Jahrgang 1823, mit einem Schuss "Plörré" (Frankreichs beliebtester Abflussreiniger) ergibt im großen und ganzen einen hervorragenden Insektenvernichter mit einer süßlichen Note im Abgang!
Schnell ab ins Privée und zumindest ein Schlückchen Freibier gesichert! Klappte auch auf Anhieb - dann fiel uns das Verfallsdatum ins Auge: 12.01.07! Hoffentlich nicht 1907! Aber gut...war ja umsonst und half den Nachgeschmack des Starbucksgesöffs einigermaßen zu neutralisieren!
Beginn der Lesung:
Nach einigen Begrüßungsworten legte sich Dr.Sno als erster die Papiere zurecht. Seine Geschichte war recht gut, sorgte für den ein oder anderen Lacher - leider nur etwas fix vorgetragen, so dass mein Ohr nicht ganz mithalten konnte.
Ebenso war auch der nächste Leser, Roman Libbertz, nicht wesentlich langsamer. Fand ich ziemlich schade, dass seine, wie ich fand, sehr gute Geschichte auf Grund von schwacher Betonung und zu schnellem Lesen etwas unterging.
Zurück ins Zuhörer-Leben brachte mich dann die Stimme vom Nilzenburger! Irgendwo merkte man ihm seine Routine im Umgang mit Mikro und Publikum schon an. Dementsprechend gefesselt war auch das Publikum von seinem Vortrag! Gelungene Vorstellung des Mutlitalentes!
Besonders eilig hatte es dann allerdings wieder die liebe Rose! Nicht nur, dass der Text vor Gedankensprüngen nur so strotzte, nein, auch ihre Zunge verknotete sich beim Vorlesen des eigenen Textes - vormals bei englischensprachigen Passagen! Nach den ersten 2 Minuten schaltete ich daher irgendwie ab! Sorry, Rose - Deine Texte sind beim eigenständigen Lesen wesentlich nachvollziehbarer! Tu Dir das nächste Mal einfach die Ruhe an!
Dann trat entspannt-wippenden Schrittes MC "Mäc" Winkel ans Mikro! Lockerflockig, mit dem ein oder anderen Seitenhieb losgelöst vom Skript, spulte er seine Vorstellung runter. Als fleißiger whudat-Leser kannte man zwar die Story schon, doch brachte die Art des Vortragens immer wieder einen Lacher mit sich!
Anschließend auf zu Runde 2 und 3:
Roman gewann mit seinem Vortrag, einer Passage aus seinem Buch (das kann nur Schweinkram sein), nicht nur den Preis für den "errötetsten Vorleser" des Abends, sondern auch noch den für die zahlreichsten "OOOHH´s" und "AAAHH´s", sowie die meisten Schenkeklopfer! Seine "Kopulationsbeschreibung" eines gewissen Thomas und seiner Bettgespielin Bianca lies nicht nur das Publikum prusten, sondern verschlug auch dem Vortragenden das eine oder andere Mal die Sprache! Ganz großes Kino! Verständlich, dass er wegen des obszönen Lesestoffes leider wieder durch den Text raste, wie René Weller nach dem Knastaufenthalt auf die nächste Frau! Dennoch - Daumen hoch für den gewagten Beitrag!
Nilzenburger erheiterte die Runde mit einem kleinen amüsanten Gedicht über Gothic-Liebhaber und deren "Eigenarten" und einer kurzen, sehr platischen Erzählung zum Thema "Respektlosigkeit der heutigen Jugend"! Irgendwie sprach er mir dabei aus der Seele!
Rose philosophierte daraufhin noch über das kölsche Nachtleben und diverse im Rhein gefundene Schnäpse, deren Genuss komatöse Zustände zur Folge haben sollte.
Den Abschluss bildete dann MC Winkel, wobei man in seinem Vortrag nicht nur die "Kinski-Drehung", sondern auch das "Verhalten geschlechtreifer Kieler im Falle einer date-technischen Fehlplanung" in Perfektion erlernen konnte!
Anschließend rockte DJ "Nilzenburger" noch das Haus - wie gewöhnlich auf sehr eigene musikalische Art und Weise, wie mir ein netter Mitarbeiter des Privée beim kleinen Plausch versicherte.
Leider mussten wir uns recht bald wieder auf den Heimweg machen und kamen dann gegen 01.30 Uhr wieder in Nürnberg an. Schön, dass 3 von 4 Leuten während der Fahrt ruhig und seelig schlafen konnten!
Aber was soll´s - für gute Freunde tut man ja fast alles...
Fazit: Gelungener Abend! Gute Leser und lustige Stories, kuschelige Location und gemischtes Publikum! zu empfehlen und gerne wieder! Danke an alle Beteiligten!